| | "Schlechte Partie"

"Schlechte Partie"

19:00 :: 20.11.2017.

Regie Team
Regie und Bühne
Alvis Hermanis
Kostüme
Kristine Jurjane
Choreographie
Alla Sigalova
Licht
Friedrich Rom
Dramaturgie
Klaus Missbach
Besetzung
Charita Ignatjewna Ogudalowa
Dörte Lyssewski
Larissa Dmitrijewna
Marie-Luise Stockinger
Mokij Parmenowitsch Knurow
Peter Simonischek
Wassilij Danilowitsch Woschewatow
Martin Reinke
Julij Kapitonowitsch Karandyschew
Michael Maertens
Sergej Sergejewitsch Paratow
Nicholas Ofczarek
Der Robinson
Fabian Krüger
Gawrilo
Hermann Scheidleder
Iwan
Hans Dieter Knebel
Ein Offizier
Christoph Kohlbacher
Wer Geld hat, kann die Liebe kaufen. Das war schon im zaristischen Russland des Alexander Ostrowskij so. In den Cafés am Ufer der Wolga vertreibt sich eine zwielichtige Gesellschaft aus Reedern, Parvenüs und Spekulanten die nicht enden wollende Zeit.
Man trinkt schon am Vormittag Champagner aus Teetassen, beobachtet die Schiffe und lästert über Frauen und Affären. Die Nachricht von einer absurden Hochzeit macht die Runde. Larissa, die schärfste Braut, das schönste Mädchen, hinter dem alle her sind, will heiraten. Doch Larissa ist eine Braut ohne Mitgift, obwohl ihre Mutter gerne mal Männer gegen kleine Gegenleistungen zu Partys und Kostümfesten empfängt. Karandyschew, ein braver Beamter, ist es, der, von allen belächelt, Larissa auch ohne Mitgift zur Frau nehmen will. Er liebt sie erstaunlicherweise tatsächlich. Um sich Anerkennung zu verschaffen, lädt er die Gesellschaft zu sich nach Hause ein, zu einem opulenten Abendessen. Dort taucht der Reeder Paratow auf, der Larissa vor einem Jahr sitzengelassen hat und in den sie noch immer unsterblich verliebt ist. Paratow ist pleite. Er wird deswegen morgen ein schwerreiches Mädchen heiraten. Aber heute Abend macht er Larissas Bräutigam betrunken und entführt die Braut zu einer nächtlichen Bootsfahrt auf der Wolga. Die ganze Gesellschaft kommt mit. Als Karandyschew merkt, was los ist, folgt er mit geladener Pistole.
Schlechte Partie, 1878 geschrieben und uraufgeführt, ist ein Drama mit Musik, neu übersetzt für das Burgtheater von Alexander Nitzberg. Ostrowskij demaskiert in seinem Stück schonungslos die kapitalistische Schicht der Großkaufleute und Reeder, für die alles nur noch Ware ist, die Frauen ebenso wie die Liebe.

Burgtheater 

https://www.burgtheater.at/de/
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20 / 11 / 2017